Reisebericht vom Brennerpass
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Kilometer 99 / Gesamt 646 / 70 hm
Grado nach Caorle
Der letzte Eindruck aus Grado.

Der Damm von Grado zum Festland ist etwa 5 Kilometer lang und bietet schöne Ausblicke.


Auf der Strecke gibt es wenig Höhepunkte, aber es kann auch nicht immer eine Steigerung geben. Es ist einfach nur ein schöner Fahrradtag.



Eine Kirche am Strand sieht man auch nicht so häufig 😀

An unserem Zielort stürmt es ganz schön.


Kilometer 0 / Gesamt 646
Pausentag in Caorle

Kilometer 80 / Gesamt 726 / 250 hm
Caorle nach Venezia
Ich sehe weit und breit keine Lok.

Die Radwege sind klasse.

Der Fisch ist schon an der Leine 😉

Diese quadratischen Netze werden ins Wasser abgesenkt und dann schnell wieder hochgezogen, um Fische einzufangen. In der Lagune von Venedig werden sie für die traditionelle Lagunenfischerei verwendet.

Die Lagune von Venedig besteht aus Kanälen, Sandbänken, Schlickflächen und Inseln.



Endlich sehe ich mal wieder Flamingos.

Man muss doch nicht gleich den Kopf ins Wasser stecken, wenn ich komme 😉

Keine Chance sich zu verstecken. Ich erwische bei einer Trinkpause zufällig einen Zitronenfalter.

Kilometer 69 / Gesamt 795 / 220 hm
Venezia nach Vicenza
Die Umweltschutzbehörde fährt Fiat Panda der ersten Generation, das ist einfach cool 😀

Schleusen können auch schön aussehen.

In Padua ist der Bär los und alle wollen in die Basilika des Heiligen Antonius. Wahrscheinlich ist heute noch mehr los als sonst, da der 13. Juni Gedenktag des Antonius ist.

Der überwiegende Teil der Strecke geht auf dem Flussdeich entlang.


Kilometer 84 / Gesamt 879 / 600 hm
Venezia nach Verona
Der Tag fängt hügelig an.

Jetzt habe ich sogar einen Pharaonenibis vor die Kamera bekommen. Der Vogel stammt ursprünglich aus Afrika. Für mich ist das die erste Begegnung mit dieser Vogelart.

Super Radweg entlang vieler Weinfelder und jetzt kommt für mich die Überraschung.

Ich fahre durch den Ort Soave und genau aus dieser Region kommen die bekannten Soave-Weine.


Der Ort Soave ist bekannt für seinen Wein, aber es gibt hier auch noch eine mittelalterliche Festung, die Castello Scaligero und die ist sehr fotogen😀


Ein spannendes Gewächs sieht fast wie eine Aquariumpflanze aus.

Wenn man in Verona ist, dann sollte man das römischen Amphitheater nicht auslassen. Gesagt, getan ...

Kilometer 96 / Gesamt 975 / 730 hm
Verona nach Torbole
Ab heute fahre ich wieder alleine bis zu meinem Endpunkt München.
Der "Canale Biffis" startet im Norden in Avio und endet nach ca. 47 Kilometer in Verona, somit begegnen wir uns auf der Strecke häufig.


Beste Aussicht garantiert.

Ansonsten geht es ausnahmslos an Weinfeldern vorbei.



Die Hütte hat den Namen "Eleganza", es kommt eben immer auf die Einstellung an 😀

Hier bin ich definitiv auf der richtigen Strecke, die 🌞 Route.

Das Eis muss mir die letzten 15 km über den Berg helfen. Bessere Sportlernahrung gibt es doch überhaupt nicht 😉

Sektempfang, leider nicht für mich.

Da ist der Gardasee, aktuell etwas diesig.

Eine kurvige Abfahrt, die ich natürlich mitnehme. Bedauerlicherweise war es der falsche Weg, was ich aber zu spät bemerke, somit mache ich einen zusätzlichen Schlenker von 10 Kilometer.

Lasst Blumen sprechen 🌸

Kilometer 39 / Gesamt 1014 / 560 hm
Torbole nach Terlago
So schnell geht es. Die ersten 1.000 Kilometer sind geradelt, wobei bei dieser Tour mehr die Höhenmeter die Kraft aus den Beinen ziehen und nicht die Länge der Tagesstrecken.
Kurz hinter Torbole fängt der Radweg mit dieser wunderschönen Oleanderhecke an.

Ich kann es nicht leugnen, dass die Berge wiederkommen.


Den ganzen Tag habe ich fantastische Radwege.


Trotz der kurzen Etappe ist mein Radfahrshirt durchgeschwitzt. Bei diesen Kehren eigentlich kein Wunder.

Kilometer 61 / Gesamt 1075 / 600 hm
Terlago nach Auer
Da ich vom Gardasee nicht den klassischen, flachen Etschradweg über Rovereto genommen habe, muss ich über die Berge.

Hierbei bietet sich ein hervorragender Blick auf Trient.

Wer hochfährt, hat auch den Spaß der Abfahrt. Der Kollege muss noch etwas in die Pedale treten 😀


Nochmal ein schöner Blick von oben auf Trient.

Ich befinde mich wieder auf dem super ausgebauten Etschradweg oder EuroVelo 7 oder Sun Route.

Ein Berg schiebt sich vor den anderen.

Zeitweise ist es eine langweilige Strecke, bei der man nur früh genug aufwachen muss, ansonsten macht es Klatsch an der plötzlich auftretenden Wand 😉

Kilometer abradeln.

Auf jeden Felsen passt auch eine Burg.

Der richtige Weg verläuft selten geradlinig 😉

Ich bin in Südtirol und an meinem Zielort trinkt man Bier vom Hofbrauhaus, Prost 🍺

Kilometer 72 / Gesamt 1147 / 740 hm
Auer nach Vahrn
Zu den Weinfeldern gesellen sich nun auch Apfelplantagen, alles schön mit Netzen geschützt.

Es ist wie immer, da freut man sich auf eine größere Stadt, in meinem Fall Bozen, und dann ist so viel Verkehr und Hektik, dass ich die Stadt überhaupt nicht genießen kann. Also knipse ich ein Bild vom Löwen auf der Piazza, der mir auch noch die Zunge raussteckt, und weiter geht es.

Bozen wirbt mit "Fahrradstadt Bozen".

Wenn man sich an die Fahrradbeschilderung hält, dann wird man wirklich gut durch die Stadt geleitet.

Was soll ich machen? Übrigens führt der Weg in eine Sackgasse, wo überhaupt keiner hin will.

Die Kirchtürme bilden mit den Bergen eine fantastische Symbiose und die Strommasten muss man einfach ausblenden.


Alles muss im Tal Platz haben. Ganz links ist die Autobahn A22, dann folgt der Fluss Eisack, dann die Nebenstraße und zum Schluss die ehemalige Bahnstrecke, auf der ich fahre.

Ehemalige Bahntrasse heißt für mich wieder Tunnelfahrten.


Hier fängt ein Radkunstweg mit dem Motto "radln - staunen - träumen - sich freuen" an. Dem kann ich nichts hinzufügen, einfach fantastisch.

Ein seltener Steinpilz 😉

Mein geplanter Campingplatz in Brixen ist ausgebucht. Der nächste Platz liegt ca. 4 km nördlich, aber einfach wäre zu schön. Der Weg dorthin beinhaltet wieder eine Baustelle. Wieso kommt so etwas immer zum Schluss? Ok, der Waldweg ist nicht schlecht, aber über schöne Wege kann ich mich gerade nicht freuen.

Kilometer 69 / Gesamt 1216 / 1080 hm
Vahrn nach Mühlbachl
Der Tag fängt mit einem Radweg direkt unter der Brennerautobahn an, das ist zumindest sehr platzsparend.

Auch heute habe ich einen fantastischen Radweg. Manchmal direkt neben der Autobahn, dann idyllisch abseits aller Straßen und ab und zu mit Fernblick auf die wundervolle Bergkulisse.




Man kann sich nicht verfahren, überall Schilder stehen und es muss immer aufwärtsgehen.

Wenn ich mir die Brennerautobahn so von der Seite anschaue, dann scheint sie komplett auf Brückenpfeiler zu stehen.

Das ist mein Rastplatz, eine große Limo und einen Cappuccino bringen mich wieder nach vorne 😀

Wo genau die höchste Stelle des Brennerpasses ist weiß ich überhaupt nicht, gefühlt ist es bei der Kirche. Der Alpenpass ist im Gegensatz zur Großglockner Hochalpenstraße mit 1.370 Höhenmeter richtig niedrig.

Natürlich gibt es noch ein "Beweisfoto" vom kleinen Dorf Brenner mit seinem Mega Outlet Shop. Ich glaube, dass der Großteil der Besucher hier nur shoppen will.

Kilometer 39 / Gesamt 1255 / 310 hm
Mühlbachl nach Volders
Bis kurz vor Innsbruck bleibe ich auf dem "Höhenweg", der durch kleine Ortschaften verläuft und tolle Aussichten bietet.




Ein Wattebausch auf der Bergkuppe oder, mit etwas Fantasie, kann man auch ein Wolkenwesen erkennen ☁️


Kurz vor Innsbruck erwische ich einen Blick in das Stubaital mit den Stubaier Gletschergebiet, zu den 30 Grad, die ich gerade habe, wäre das eine schöne Abkühlung.


Die letzten zwei Kilometer vor Innsbruck geht es rasant bergab, Frischluft inklusiv.


Da es heute nur ein halber Radfahrtag ist nutze ich die Zeit für die letzte Wäsche.

Kilometer 87 / Gesamt 1342 / 250 hm
Volders nach Flintsbach
Eine Fahrt im Grünen.

Es ist ein unspektakulärer Fahrradtag an diesem Sonntag. Es geht an kleinen Kapellen, an der Inn und an einer Burg in Kufstein vorbei.



Normalerweise sehe ich nur Schilder mit "Angeln verboten". Hier darf keiner "Fische einbringen". Man muss sich das mal vorstellen. Da kommt zufällig einer mit lebenden Fischen vorbei und lässt sie in diesem Tümpel frei, das ist doch verrückt, oder?

Ruhiges radeln am Sonntag, wobei mich 3 junge Mountainbiker mal eben überholen wollten. Hat nur kurz geklappt 😀. Nach drei Wochen Training kann ich ruhig ein paar Kilometer Gas geben und es macht auch noch Spaß und bringt Abwechslung. Die 3 Jungs konnten das Tempo nicht halten, das kann ich mir natürlich nur erlauben, wenn es nicht bergauf geht.

Die Holzbrücke über den Inn ist die grüne Grenze zwischen Österreich und Deutschland.

Bei so einer einladenden Brücke passiert man doch gerne öfters die Grenze.

Kurz vor dem Campingplatz und genau neben der Autobahn verläuft der kurze "Dschungelpfad".

Kilometer 64 / Gesamt 1406 / 430 hm
Flintsbach nach Chieming
Ich bin zeitlich etwas vor meiner Planung, deshalb gibt es noch einen Schlenker um den Chiemsee. Bevor ich den See erreiche, geht es durch ein tolles Waldgebiet.

Hier wird mir deutlich mitgeteilt, dass meine Reise bald vorbei ist. In Salzburg bin ich vor über 3 Wochen gestartet und in München geht es in 3 Tagen wieder zurück nach Hause, aber wie heißt es so schön, jedes Ende ist auch ein neuer Anfang 😀

Auf direktem Weg zum Chiemsee.

Mein erster Kontakt mit dem Chiemsee.


"Griaß Eich", hier kann man "Super auftanken" 😀, wenn er aufhat.

"Feierabend" am See.

Kilometer 56 / Gesamt 1462 / 470 hm
Chieming nach Soyen
Der westliche Radweg des Chiemsees ist deutlich ruhiger.


Ein Ausflugsschiff ab Gstadt, das ist die kaloriensparende Variante um den See.

Leider gibt es zwischen dem Chiemsee und München wenig Campingplätze, so bin ich zufällig in Soyen gelandet.

Wow, hier ist ein Schild vom "Jakobus Radpilgerweg". Für mich eine neue Variante, hier wird der historische Pilgerweg „radtauglich“ gemacht. Kann ich nur voll unterstützen 😀

Kilometer 66 / Gesamt 1528 / 400 hm
Soyen nach München
Heute ist wirklich ein heißer Tag, sobald ich durch ein Waldgebiet fahre freue ich mich über die kühle Luft.

Auch die Schafe sind platt von der Hitze 😀

Sehr schön, für Nachschub wird gesorgt 🍺

An der ganzen Isar ist Freizeit-Hochbetrieb.

Eine Flossfahrt die ist lustig, eine Flossfahrt die ist schön 🎶

Hier endet meine Radreise und somit auch der Blog.
Ich kann nur sagen, es war eine unglaublich abwechslungsreiche und schöne Reise. Das ich über die Passstraße beim Großglockner gekommen bin habe ich immer noch nicht so recht realisiert, aber es war kein Traum.
Den letzten Abend verweile ich in einem Münchener Biergarten an der Isar und genieße ein Helles.
Pfiat di, bis zum nächsten Mal! Ciao, alla prossima! Servus, bis zum nächsten Mal!

