Frei machen und Europa entdecken

Hi, ich bin Dirk!
Meine Leidenschaft ist die Erkundung neuer Gegenden mit dem Fahrrad.

Frei machen

Freizeit, Auszeit, Sabbatical, Langzeiturlaub oder einfach nur ein verlängerter Urlaub. Wie bekommt man mehr davon? Meine Vorgehensweise dazu habe ich unter dem Menüpunkt "Auszeit" zusammengefasst.

Was kann man mit der zusätzlichen Zeit anfangen? Die Antwort darauf ist sicherlich so unterschiedlich wie jeder von uns. Ich nutze die Zeit zum Radfahren.

Europa entdecken

Auf die Idee eine große Tour mit dem Fahrrad zu unternehmen kam ich lange Zeit überhaupt nicht. Ich habe schon darüber nachgedacht, aber wieso ich es nicht realisiert habe, weiß ich überhaupt nicht. Wahrscheinlich war die Zeit einfach noch nicht reif dafür.

In meinem Kopf hatte ich viele Argumente, die gegen ein solches Vorhaben sprachen. Meine wichtigsten Fragen waren:
⇾  Wie bekomme ich einen so langen Zeitraum frei?
⇾  Kann ich mir eine längere Fahrradtour leisten?
⇾  Ist meine Kondition dafür ausreichend?
⇾  Hält mein Fahrrad auch eine längere Strecke durch?

Zu diesem Zeitpunkt dauerten meine längsten Fahrradtouren 4 Tage. Ich fuhr einmal im Jahr mit Freunden über Christi Himmelfahrt 70 bis 80 Kilometer pro Tag.

Irgendwann habe ich im Internet etwas über ein Sabbatical (längerer Sonderurlaub) gelesen. Das hat den Stein ins Rollen gebracht. Ich fragte in meiner damaligen Firma meinen Chef nach einer 6-monatigen Auszeit und ganz überraschend wurde es genehmigt. Nun gab es keine Ausreden mehr und ich musste aktiv werden.

Die finanziellen Mittel für die Radtour hatte ich nicht, aber ich habe von einem lieben Menschen einen privaten Kredit bekommen. Die zweite Hürde war damit auch genommen.

Bei dem sportlichen Aspekt vertraute ich darauf, dass mein Körper die Anstrengung über mehrere Wochen schon irgendwie schaffen wird. Nun musste ich nur noch die Ausrüstung (Zelt, ISO-Matte, Schlafsack, etc.) zusammenbekommen und mein Fahrrad überprüfen. Im Grunde habe ich bei meinem Rad nur die Bereifung und die Bremsbeläge erneuert.

Aufgrund der Unsicherheit über meine Fitness plante ich bei der ersten Tour im Jahr 2009 sehr viele Pausen ein. Ich habe die Puffer nicht gebraucht, aber es war sehr beruhigend, dass ich vom zeitlichen Aspekt her selbst eine Erkältung hätte auskurieren können.

Resümee

Im Nachhinein muss ich sagen, wenn ich 400 Kilometer fahren kann, dann kann ich auch 4.000 oder mehr Kilometer fahren. Es ist ein finanzieller und zeitlicher Aspekt, der betrachtet werden muss und natürlich sollte es auch eine Einigung im privaten Bereich geben, das ist häufig leichter gesagt als getan.

Das Wichtigste ist einfach zu starten. Auch wenn es nur mit einem Gedanken losgeht, dann ist das meist schon der Start.

Allzeit gute Fahrt !

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