Freitag, 10 Mai 2019 22:50

Reisebericht aus Frankreich

    Reiseblog Frankreich


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    Tourtag  
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    19.05.20.05.21.05.
    22.05.  

     

    10.05.2019

    Kilometer 88 / Gesamt 403

    Dünkirchen nach Boulogne sur mer

    In Dünkirchen reicht die Zeit nur für einen Café und ein sagenhaft, frisches und leckeres Croissant. Dennoch kann ich nicht ohne ein Bild aus Dunkerque losfahren. Auf der Fahrt in das Stadtzentrum komme ich an dem fotogenen Rathaus vorbei. Daran muss ich mich auch gewöhnen, dass “Rathaus“ auf französisch “Hôtel de Ville“ heißt.

    Rathaus

     

    Auf dem Marktplatz von Gravelines wird den gefallenen Soldaten des 1. und 2. Weltkriegs gedacht. Ich bin etwas spät dran, die Marktstände werden gerade abgebaut.

    Gravelines

     

    In einer Bäckerei kurz vor Calais mache ich  Mittagspause und was sehe ich an der Wand hängen? Ein Vélo.

    Velo an der Wand

     

    Calais kannte ich bisher nur als Fährhafen zum englischen Dover. Da wird es Zeit für neue Entdeckungen. Eine etwas dramatischere Aufnahme vom Rathaus von Calais.

    Rathaus von Calais

     

    Große Schiffe, kleine Schiffe und ein Fahrrad. Calais hat einiges zu bieten.

    Calais

     

    Auf einem Kreisel in Coquelles, südlich von Calais, steht ein Röhrenstück des Eurotunnels, inkl. Bohrer. Der Eurotunnel ist ein 50 km langer Eisenbahntunnel zwischen Folkestone und Coquelles. Er ist der längste Unterwassertunnel der Erde.

    Röhre vom Eurotunnel

     

    Röhre vom Eurotunnel

     

    Die Einfahrt zum Eurotunnel ist gesichert wie ein Gefängnis. Die Frage ist nun: Von welcher Seite droht Gefahr?

    Einfahrt vom Eurotunnel

     

    Welch eine Begrüßung vom Département Pas-de-Calais. Da muss natürlich mein Fahrrad mit auf das Bild.

    Département Pas-de-Calais

     

    11.05.2019

    Kilometer 100 / Gesamt 503

    Boulogne sur mer nach Cayeux sur mer

    Da fahre ich am Morgen, noch halb verschlafen, einen Hügel hoch und dachte mir, merkwürdig, mitten im Nichts steht ein Leuchtturm. Je näher ich dem vermeintlichen Leuchtturm komme, je erstaunter bin ich wer auf der Spitze trohnt.

    Napoleon auf der Spitze

     

    Napoléon Bonaparte

    Napoleon

     

    Die Unterführung ist nichts für große Leute, aber das Fahrrad passte durch.

    Bahnunterführung

     

    Das ist mal ein ganz unspektakuläres Bild. Die Stille und Ruhe, die hier herrschte, wird mir in Erinnerung bleiben.

    Landschaft mit Feldern

     

    Heute bin ich im Département de la Somme.

    "Département

     

    Mein Zielort ist der Badeort Cayeux sur mer. An Badehäuschen mangelt es hier nicht. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Reihe.

    Badehäuschen

     

    Feierabend.

    Bank am Meer

     

    12.05.2019

    Kilometer 93 / Gesamt 596

    Cayeux sur mer nach Saint Valery en Caux

    Die Badehäuschen in Cayeux sur mer faszinieren mich. Für Fotos bieten sie zahlreiche Möglichkeiten.

    Badehäuser

     

    Fahrrad mit Badehäuser

     

    In dem kleinen Örtchen Ault mache ich auf einer Anhöhe in exponierter Lage Pause.

    Ort Ault

     

    Ein neugieriger Blick durchs Fahrrad offenbart das Slippen eines Bootes.

    Blick durch das Fahrrad

     

    In dem Ort Ault, dass zum Département Somme gehört, beginnt auch die außergewöhnliche Felsenküste.

    Felsenküste

     

    Felsenküste

     

    Startbahn ins Meer.

    Startbahn ins Meer

     

    Südlich vom Ort Ault beginnt die Region Normandie und der erste, größere Ort, durch den ich fahre, ist Le Tréport. So eine Felsenkulisse im Hintergrund haben nicht viele Städte.

    le Tréport

     

    In der Stadt Dieppe pulsiert das Leben. Mir ist es gerade etwas zu hektisch und voll hier.

    Dieppe

     

    Die Möwe segelte mir noch vor die Linse, dann soll sie auch den heutigen Tag abschließen.

    Möwe

     

    13.05.2019

    Kilometer 0 / Gesamt 596

    Saint-Valery-en-Caux

    Ich bin mitten in der Normandie und einen Favoriten habe ich schon von der Tour. Es ist der Ort Saint-Valery-en-Caux. Der Ort liegt an der Alabasterküste und hat diesen ursprünglicher Charme eines Küstenortes. Der geschützte Hafen beherbergt neben Fischerbooten vor allem Yachten.

    Saint-Valery-en-Caux

     

    Eine Kaimauer der weitläufigen Hafeneinfahrt.

    Hafeneinfahrt

     

    Die Hafeneinfahrt bei Ebbe ...

    Hafeneinfahrt bei Ebbe

     

    ... und bei ankommender Flut.

    Hafeneinfahrt bei Flut

     

    Stürmische See an der Ärmelkanalküste.

    Brandung

     

    Der Name der Alabasterküste kommt von den alabasterfarbenen Kreidefelsen.

    Alabasterküste

     

    14.05.2019

    Kilometer 93 / Gesamt 689

    Saint-Valery-en-Caux nach Le Havre

    Heute ist mein letzter Tag an den Kreidefelsen, deshalb überwiegen die Fotos von der Steilküste. Bei Fécamp habe ich am Kap Fagnet einen schönen Überblick.

    Fécamp mit Steilküste

     

    Das ist wohl einer der einsamsten Strandabschnitte in der Normandie. Hier ruht alles.

    Normandie Strandabschnitt

     

    Ich nähere mich dem Ort Étretat. Das es hier etwas Besonderes geben muss, merkt man schon frühzeitig. Große Busparkplätze, eine Touristen-Bimmelbahn, unzählige Restaurants und viele Asiaten an einem Standort. Der Grund sind die außergewöhnlichen Felsformationen, die den Ort auf beiden Seiten umrahmen. Angeblich sehen viele in den zwei folgenden Fotos einen Elefanten, der seinen Rüssel ins Meer taucht, aber jeder hat auch eine andere Phantasie.

    Étretat

     

    Étretat

     

    Zur anderen Seite des Strandes sind die Felsen nicht ganz so phantasievoll.

    Étretat

     

    15.05.2019

    Kilometer 68 / Gesamt 757

    Le Havre nach Merville Francville Plage

    Von Le Havre nach Honfleur muss ich über die Seinemündung und die imposante “Brücke der Normandie“ sehe ich schon von Weitem.

    Brücke der Normandie

     

    Die Schrägseilbrücke hat die größte Spannweite in Europa. An “Slow Down“ haben sich die LKW's nicht gehalten. Dem Windzug der vorbeifahrenden Brummis habe ich nichts entgegenzusetzen. Auf mehr als 10 km/h kam ich leider beim “Anstieg“ nicht.

    Schrägseilbrücke

     

    Gipfelfoto

    Gipfelfoto

     

    Honfleur, ein Touristen-Hotspot mit allem was dazugehört.

    Honfleur

     

    Eine außergewöhnliche Galerie, die einen nicht aus den Augen verliert.

    Galerie

     

    Mein Plätzchen für die Mittagspause mit Baguette und Camembert.

    Mittagspause

     

    Aus Steilküsten mit Kiesstränden werden nun ewig lange Sandstrände.

    Sandstrand

     

    16.05.2019

    Kilometer 93 / Gesamt 850

    Merville Francville Plage nach Grandcamp Maisy

    Heute fahre ich an der Côte de Nacre entlang. Es war die Landungsküste der Alliierten im zweiten Weltkrieg. Am Morgen fängt es noch sehr beschaulich an.

    Morgenfahrt

     

    Küstenort

     

    Zufällig habe ich eine bebilderte Kunstoffplane am Straßenrand gesehen. Es ist sehr anschaulich beschrieben was am 6. Juni 1944 bei der Landung der Alliierten passiert ist.

    Bildergalerie der Alliierten Landung

     

    Die Côte de Nacre hat verschiedene Strände. Bei der Landung der Alliierten Truppen wurde jedem Land ein anderer Strandabschnitt zugewiesen.

    Landungsstrände

     

    Der Gold Beach ist ein acht Kilometer langer Küstenabschnitt, der von britischen Truppen erobert wurde.
    Es ist ein komisches Gefühl, wenn man die ganzen Verteidigungsanlagen sieht und sich vorstellt, was vor 75 Jahren hier stattfand.

    Gold Beach

     

    Gold Beach

     

    An dem folgenden Omaha Beach landeten die amerikanischen Truppen. Ein Mahnmal mit den Namen der gefallenen Soldaten steht oberhalb des Strandes.

    Omaha Beach

     

    Nach den vielen Mahnmalen, Friedhöfen, Geschützstellungen und Weltkriegs-Museen benötige ich noch ein friedvolles Tagesabschlussbild.

    Rapsfeld

     

    17.05.2019

    Kilometer 68 / Gesamt 918

    Grandcamp Maisy nach Saint-Vaast-la-Hougue

    Die Sammelleidenschaft für Blechgießkannen und Behälter wird im Vorgarten präsentiert.

    Blechgießkannen 

     

    Sammelleidenschaft

     

    Eine Erinnerung an die Landung der amerikanischen Soldaten am Strandabschnitt “Utah Beach“. Gleich nebenan liegt das Musée du Débarquement Utah Beach.

    Utah Beach

     

    Den Ereignissen vom D-Day ist man im Küstenbereich immer ganz nah.

    D-Day

     

    Der östliche Küstenabschnitt der Halbinsel Cotentin ist sehr ursprünglich. Solche Strecken sind ein Traum zum Radfahren.

    Halbinsel Cotentin

     

    Kurz vor meiner Ankunft im Zielort Saint-Vaast-la-Hougue, gibt es noch eine schöne Wegstrecke direkt am Meer.

    Weg am Meer

     

    18.05.2019

    Kilometer 0 / Gesamt 918

    Saint-Vaast-la-Hougue

    Samstags ist in Saint-Vaast-la-Hougue Markt und die Fischer verkaufen ihre Ware direkt vom Boot aus. Links wird der Fang noch aus den Netzen geholt und rechts wird er verkauft. Frischer geht es nicht, wobei sich zumindest beim Krabbenkauf die Ware noch etwas wehrt.

    Markt mit Fischern

     

    Genau wie die Ziegen, mache ich heute Pause. Auf der Mauer haben sie sich einen schönen Platz ausgesucht.

    Ziegen zur Mittagszeit

     

    Zu jeder Mauer gehört meistens auch eine Burg. In diesem Fall ist es das 1694 erbaute “Fort de la Hougue“, das noch heute ein Militärstützpunkt ist.

    Fort de la Hougue

     

    Das Amphibienfahrzeug ist für die Überfahrt zur vorgelagerten Insel Tatihou, bei Ebbe kann man die Insel zeitweise auch zu Fuß erreichen.

     Amphibienfahrzeug

     

    Im Hintergrund sieht man Teile der Insel Tatihou mit der Befestigungsanlage. Bei Ebbe erinnert mich die Seelandschaft etwas an das Wattenmeer in der Nordsee.

    Insel Tatihou

     

    19.05.2019

    Kilometer 72 / Gesamt 990

    Saint-Vaast-la-Hougue nach Les Pieux

    Es gibt auch solche Tage bei einer Radtour. Irgendwie ankommen. Den ganzen Tag hatte ich Regen bei kühlen Temperaturen. Regen und Fahrrad fahren passen einfach nicht zusammen.
    Dennoch bin ich auch durch schöne Orte gekommen, z.B. Barfleur. Der Ort ist als eines der schönsten Dörfer Frankreichs gewählt worden. Der Ort hat nur 557 Einwohner, aber mit den vielen Touristen sind es bestimmt doppelt soviel.

    Hafenbereich von Barfleur

     

    Auch die Hafenstadt Cherbourg macht bei diesem Wetter keinen guten Eindruck.

    Cherbourg

     

    Eine urgemütliche Creperie wurde mir am Abend empfohlen und unter der heißen Dusche hörte ich französische Chansons. Der Tag hat doch noch einen netten Abschluss gefunden.

    Gruss

     

    20.05.2019

    Kilometer 84 / Gesamt 1074

    Les Pieux nach Hauteville-sur-Mer

    Hurra! Die ersten 1000 Kilometer habe ich ohne Blessuren geschafft. Also immer dem blauen Pfeil nach, dann kann nichts schiefgehen.

    blauer Pfeil

     

    Ich liebe diese Bauweise mit den Natursteinen und wenn dann noch ein Fischrestaurant mit dem Slogan “Au Rendez-Vous des Pecheurs“ enthalten ist, passt alles.

    Fischrestaurant

     

    In dem Ort Pirou Plage gibt es mindestens 3 Spezialitäten: Huitres (Austern), Moules (Miesmuscheln) und Bulots (Schnecken).

    Meerestiere

     

    Welche Spezialitäten hier nun von den “Seebauern“ geerntet oder gefischt werden, weiß ich leider nicht, aber es ist ordentlich was los am Strand und diesmal sind es keine Touristen.

    Seebauer

     

    Seebauer

     

    Wenn die Sonne scheint, dann machen die Pausen auch wieder Spaß.

    Pause

     

    Meine Endstation ist heute Hauteville-sur-Mer und auch hier sind alle Schlecht Wetter Wolken verschwunden.

    Hauteville-sur-Mer

     

    21.05.2019

    Kilometer 73 / Gesamt 1147

    Hauteville-sur-Mer nach Courtils

    Feldsalat, der kein Feldsalat ist.

    Feldsalat

     

    Aufgereiht wie an einer Schnur.

    Segelboote

     

    Stillleben mit Blumenwiese und Meer.

    Stillleben

     

    Ich bin immer wieder erstaunt, was man alles am Meer machen kann. Kurzzeitig gesellte sich noch ein Hund dazu und wollte mit den Pferden spielen.

    Pferde am Strand

     

    Das Wasser geht diesem Schwimmbad nie aus.

    Meerwasserschwimmbad

     

    Die Touristen Attraktion Frankreichs schlechthin “Le Mont-Saint-Michel“. Morgen habe ich mir einen ganzen Tag für die Klosterinsel eingeplant.

    Mont-Saint-Michel

     

    Ich habe einen neuen Sport für meine Pausen entdeckt “Fahrradstemmen“ ;-)

    Fahrradstemmen

     

    22.05.2019

    Kilometer 32 / Gesamt 1179

    Rundkurs: Courtils - Le Mont Saint Michel - Pontorson - Courtils

    Mont-Saint-Michel ist ein ehemaliges Kloster der Benediktiner in Frankreich. Es gibt sehr viel Literatur über den Klosterberg, deshalb kommen nur ein paar Anmerkungen und Eindrücke von mir. Eine Zahl, die ich bei Wikipedia gelesen habe, hat mich beeindruckt. Pro Jahr wird die Insel von ca. 3,5 Millionen Menschen besucht. Um nun dorthin zu gelangen, kann man den kostenlosen Bus oder die Pferdekutsche nehmen oder natürlich auch zu Fuß gehen.

    Weg zu Mont-Saint-Michel

     

    Man sieht die Befestigungsanlage und das Dorf.

    Dorf

     

    In den engen Gassen des Dorfes ist viel los.

    Hektik

     

    In der Kirche wird gerade ein Gottesdienst gehalten.

    Kirche

     

    Alles da: Kreuzgang ...

    Kreuzgang

     

    Arbeitsräume...

    Kirche

     

    ... und natürlich wieder eine Jakobsmuschel im Kirchenfenster.

    Kirchenfenster

     

    Besonders beeindruckt haben mich die Granitstützen, die die Kirche tragen und es wurde alles ohne Computerprogramme berechnet.

    Granitstützen

     

    Über den Dächern von Mont Saint Michel.

    Dächer von Mont Saint Michel

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