Freitag, 10 Mai 2019 22:50

Reisebericht aus Frankreich

Reiseblog Frankreich


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10.05.2019

Kilometer 88 / Gesamt 403

Dünkirchen nach Boulogne sur mer

In Dünkirchen reicht die Zeit nur für einen Café und ein sagenhaft, frisches und leckeres Croissant. Dennoch kann ich nicht ohne ein Bild aus Dunkerque losfahren. Auf der Fahrt in das Stadtzentrum komme ich an dem fotogenen Rathaus vorbei. Daran muss ich mich auch gewöhnen, dass “Rathaus“ auf französisch “Hôtel de Ville“ heißt.

Rathaus

 

Auf dem Marktplatz von Gravelines wird den gefallenen Soldaten des 1. und 2. Weltkriegs gedacht. Ich bin etwas spät dran, die Marktstände werden gerade abgebaut.

Gravelines

 

In einer Bäckerei kurz vor Calais mache ich Mittagspause und was sehe ich an der Wand hängen? Ein Vélo.

Velo an der Wand

 

Calais kannte ich bisher nur als Fährhafen zum englischen Dover. Da wird es Zeit für neue Entdeckungen. Große Schiffe, kleine Schiffe und ein Fahrrad. Calais hat einiges zu bieten.

Calais

 

Auf einem Kreisel in Coquelles, südlich von Calais, steht ein Röhrenstück des Eurotunnels, inkl. Bohrer. Der Eurotunnel ist ein 50 km langer Eisenbahntunnel zwischen Folkestone und Coquelles. Er ist der längste Unterwassertunnel der Erde.

Röhre vom Eurotunnel

 

Röhre vom Eurotunnel

 

Die Einfahrt zum Eurotunnel ist gesichert wie ein Gefängnis. Die Frage ist nun: Von welcher Seite droht Gefahr?

Einfahrt vom Eurotunnel

 

11.05.2019

Kilometer 100 / Gesamt 503

Boulogne sur mer nach Cayeux sur mer

Da fahre ich am Morgen, noch halb verschlafen, einen Hügel hoch und dachte mir, merkwürdig mitten im Nichts steht ein Leuchtturm. Je näher ich dem vermeintlichen Leuchtturm komme, je erstaunter bin ich wer auf der Spitze trohnt.

Napoleon auf der Spitze

 

Napoléon Bonaparte

Napoleon

 

Die Unterführung ist nichts für große Leute, aber das Fahrrad passt durch.

Bahnunterführung

 

Das ist mal ein ganz unspektakuläres Bild. Die Stille und Ruhe, die hier herrschte, wird mir in Erinnerung bleiben.

Landschaft mit Feldern

 

Feierabend.

Bank am Meer

 

12.05.2019

Kilometer 93 / Gesamt 596

Cayeux sur mer nach Saint Valery en Caux

Die Badehäuschen in Cayeux sur mer faszinieren mich. Für Fotos bieten sie zahlreiche Möglichkeiten.

Badehäuser

 

Fahrrad mit Badehäuser

 

In dem kleinen Örtchen Ault mache ich auf einer Anhöhe in exponierter Lage Pause.

Ort Ault

 

Ein neugieriger Blick durchs Fahrrad offenbart das Slippen eines Bootes.

Blick durch das Fahrrad

 

In dem Ort Ault, dass zum Département Somme gehört, beginnt die außergewöhnliche Felsenküste.

Felsenküste

 

Felsenküste

 

Startbahn ins Meer.

Startbahn ins Meer

 

Südlich vom Ort Ault beginnt die Region Normandie und der erste, größere Ort, durch den ich fahre, ist Le Tréport. So eine Felsenkulisse im Hintergrund haben nicht viele Städte.

le Tréport

 

In der Stadt Dieppe pulsiert das Leben. Mir ist es gerade etwas zu hektisch und voll hier.

Dieppe

 

Die Möwe segelte mir noch vor die Linse, dann soll sie auch den heutigen Tag abschließen.

Möwe

 

13.05.2019

Kilometer 0 / Gesamt 596

Saint-Valery-en-Caux

Ich bin mitten in der Normandie und einen Favoriten habe ich schon von der Tour. Es ist der Ort Saint-Valery-en-Caux. Der Ort liegt an der Alabasterküste und hat diesen ursprünglicher Charme eines Küstenortes. Der geschützte Hafen beherbergt neben Fischerbooten vor allem Yachten.

Saint-Valery-en-Caux

 

Stürmische See an der Ärmelkanalküste.

Brandung

 

Der Name der Alabasterküste kommt von den alabasterfarbenen Kreidefelsen.

Alabasterküste

 

14.05.2019

Kilometer 93 / Gesamt 689

Saint-Valery-en-Caux nach Le Havre

Heute ist mein letzter Tag an den Kreidefelsen, deshalb überwiegen die Fotos von der Steilküste. Bei Fécamp habe ich am Kap Fagnet einen schönen Überblick.

Fécamp mit Steilküste

 

Das ist wohl einer der einsamsten Strandabschnitte in der Normandie. Hier ruht alles.

Normandie Strandabschnitt

 

Ich nähere mich dem Ort Étretat. Das es hier etwas Besonderes geben muss, merkt man schon frühzeitig. Große Busparkplätze, eine Touristen-Bimmelbahn, unzählige Restaurants und viele Asiaten an einem Standort. Der Grund sind die außergewöhnlichen Felsformationen, die den Ort auf beiden Seiten umrahmen. Angeblich sehen viele in den zwei folgenden Fotos einen Elefanten, der seinen Rüssel ins Meer taucht, aber jeder hat auch eine andere Phantasie.

Étretat

 

Étretat

 

Zur anderen Seite des Strandes sind die Felsen nicht ganz so phantasievoll.

Étretat

 

15.05.2019

Kilometer 68 / Gesamt 757

Le Havre nach Merville Francville Plage

Von Le Havre nach Honfleur muss ich über die Seinemündung und die imposante “Brücke der Normandie“ sehe ich schon von Weitem.

Brücke der Normandie

 

Die Schrägseilbrücke hat die größte Spannweite in Europa. An “Slow Down“ haben sich die LKW's nicht gehalten. Dem Windzug der vorbeifahrenden Brummis habe ich nichts entgegenzusetzen. Auf mehr als 10 km/h komme ich leider beim “Anstieg“ nicht.

Schrägseilbrücke

 

Gipfelfoto

Gipfelfoto

 

Honfleur, ein Touristen-Hotspot mit allem was dazugehört.

Honfleur

 

Eine außergewöhnliche Galerie, die einen nicht aus den Augen verliert.

Galerie

 

Mein Plätzchen für die Mittagspause mit Baguette und Camembert.

Mittagspause

 

Aus Steilküsten mit Kiesstränden werden nun wunderschöne Sandstrände.

Sandstrand

 

16.05.2019

Kilometer 93 / Gesamt 850

Merville Francville Plage nach Grandcamp Maisy

Heute fahre ich an der Côte de Nacre entlang. Es war die Landungsküste der Alliierten im zweiten Weltkrieg. Am Morgen fängt es noch sehr beschaulich an.

Morgenfahrt

 

Küstenort

 

Zufällig habe ich eine bebilderte Kunstoffplane am Straßenrand gesehen. Es ist sehr anschaulich beschrieben was am 6. Juni 1944 bei der Landung der Alliierten passiert ist.

Bildergalerie der Alliierten Landung

 

Die Côte de Nacre hat verschiedene Strände. Bei der Landung der Alliierten Truppen wurde jedem Land ein anderer Strandabschnitt zugewiesen.

Landungsstrände

 

Der Gold Beach ist ein acht Kilometer langer Küstenabschnitt, der von britischen Truppen erobert wurde.
Es ist ein komisches Gefühl, wenn man die ganzen Verteidigungsanlagen sieht und sich vorstellt, was vor 75 Jahren hier stattfand.

Gold Beach

 

Gold Beach

 

An dem folgenden Omaha Beach landeten die amerikanischen Truppen. Ein Mahnmal mit den Namen der gefallenen Soldaten steht oberhalb des Strandes.

Omaha Beach

 

Nach den vielen Mahnmalen, Friedhöfen, Geschützstellungen und Weltkriegs-Museen benötige ich noch ein friedvolles Tagesabschlussbild.

Rapsfeld

 

17.05.2019

Kilometer 68 / Gesamt 918

Grandcamp Maisy nach Saint-Vaast-la-Hougue

Die Sammelleidenschaft für Blechgießkannen und Behälter wird im Vorgarten präsentiert.

Blechgießkannen

 

Sammelleidenschaft

 

Eine Erinnerung an die Landung der amerikanischen Soldaten am Strandabschnitt “Utah Beach“. Gleich nebenan liegt das Musée du Débarquement Utah Beach.

Utah Beach

 

Den Ereignissen vom D-Day ist man im Küstenbereich immer ganz nah.

D-Day

 

Der östliche Küstenabschnitt der Halbinsel Cotentin ist sehr ursprünglich. Solche Strecken sind ein Traum zum Radfahren.

Halbinsel Cotentin

 

18.05.2019

Kilometer 0 / Gesamt 918

Saint-Vaast-la-Hougue

Samstags ist in Saint-Vaast-la-Hougue Markt und die Fischer verkaufen ihre Ware direkt vom Boot aus. Links wird der Fang noch aus den Netzen geholt und rechts wird er verkauft. Frischer geht es nicht, wobei sich zumindest beim Krabbenkauf die Ware noch etwas wehrt.

Markt mit Fischern

 

Genau wie die Ziegen, mache ich heute Pause. Auf der Mauer haben sie sich einen schönen Platz ausgesucht.

Ziegen zur Mittagszeit

 

Das Amphibienfahrzeug wird für die Überfahrt zur vorgelagerten Insel Tatihou verwendet. Bei Ebbe kann man die Insel zeitweise auch zu Fuß erreichen.

 Amphibienfahrzeug

 

19.05.2019

Kilometer 72 / Gesamt 990

Saint-Vaast-la-Hougue nach Les Pieux

Es gibt auch solche Tage bei einer Radtour. Irgendwie ankommen. Den ganzen Tag hatte ich Regen bei kühlen Temperaturen. Regen und Fahrrad fahren passen einfach nicht zusammen.
Dennoch bin ich auch durch schöne Orte gekommen, z.B. Barfleur. Der Ort ist als eines der schönsten Dörfer Frankreichs gewählt worden. Der Ort hat nur 557 Einwohner, aber mit den vielen Touristen sind es bestimmt doppelt soviel.

Hafenbereich von Barfleur

 

Auch die Hafenstadt Cherbourg macht bei diesem Wetter keinen guten Eindruck.

Cherbourg

 

Eine urgemütliche Creperie wurde mir am Abend empfohlen und unter der heißen Dusche hörte ich französische Chansons. Der Tag hat doch noch einen netten Abschluss gefunden.

Gruss

 

20.05.2019

Kilometer 84 / Gesamt 1074

Les Pieux nach Hauteville-sur-Mer

Hurra! Die ersten 1000 Kilometer habe ich ohne Blessuren geschafft. Also immer dem blauen Pfeil nach, dann kann nichts schiefgehen.

blauer Pfeil

 

Ich liebe diese Bauweise mit den Natursteinen und wenn dann noch ein Fischrestaurant mit dem Slogan “Au Rendez-Vous des Pecheurs“ enthalten ist, passt alles.

Fischrestaurant

 

In dem Ort Pirou Plage gibt es mindestens 3 Spezialitäten: Huitres (Austern), Moules (Miesmuscheln) und Bulots (Schnecken).

Meerestiere

 

Welche Spezialitäten hier nun von den “Seebauern“ geerntet oder gefischt werden, weiß ich leider nicht, aber es ist ordentlich was los am Strand und diesmal sind es keine Touristen.

Seebauer

 

Seebauer

 

Meine Endstation ist heute Hauteville-sur-Mer.

Hauteville-sur-Mer

 

21.05.2019

Kilometer 73 / Gesamt 1147

Hauteville-sur-Mer nach Courtils

Feldsalat, der kein Feldsalat ist.

Feldsalat

 

Aufgereiht wie an einer Schnur.

Segelboote

 

Stillleben mit Blumenwiese und Meer.

Stillleben

 

Ich bin immer wieder erstaunt, was man alles am Meer machen kann. Kurzzeitig gesellte sich noch ein Hund dazu und wollte mit den Pferden spielen.

Pferde am Strand

 

Das Wasser geht diesem Schwimmbad nie aus.

Meerwasserschwimmbad

 

Die Touristen Attraktion Frankreichs schlechthin “Le Mont-Saint-Michel“. Morgen habe ich mir einen ganzen Tag für die Klosterinsel eingeplant.

Mont-Saint-Michel

 

Ich habe einen neuen Sport für meine Pausen entdeckt “Fahrradstemmen“ ;-)

Fahrradstemmen

 

22.05.2019

Kilometer 32 / Gesamt 1179

Rundkurs: Courtils - Le Mont Saint Michel - Pontorson - Courtils

Mont-Saint-Michel ist ein ehemaliges Kloster der Benediktiner in Frankreich. Es gibt sehr viel Literatur über den Klosterberg, deshalb kommen nur ein paar Anmerkungen und Eindrücke von mir. Eine Zahl, die ich bei Wikipedia gelesen habe, hat mich beeindruckt. Pro Jahr wird die Insel von ca. 3,5 Millionen Menschen besucht. Um nun dorthin zu gelangen, kann man den kostenlosen Bus oder die Pferdekutsche nehmen oder natürlich auch zu Fuß gehen.

Weg zu Mont-Saint-Michel

 

Man sieht die Befestigungsanlage und das Dorf.

Dorf

 

In den engen Gassen des Dorfes ist viel los.

Hektik

 

Interessant finde ich, dass kurz vor dem Eingang der Kirche, also nach vielen Stufen und auf der Spitze des Berges, ein Defibrillator befestigt ist. Viele Personen hatten keine gesunde Gesichtsfarbe mehr. Die Besichtigung der Kirche kostet 10 €.

Kirche

 

Besonders beeindruckt haben mich die Granitsäulen, die die Kirche tragen und es wurde alles ohne Computerprogramme berechnet.

Granitstützen

 

Das war Mont Saint Michel in 6 Bildern.

Mont Saint Michel

 

23.05.2019

Kilometer 87 / Gesamt 1266

Courtils nach Saint Jacut de la Mer

Das ist mein erster Tag in der Bretagne und die Fahrradwege sind zeitweise klasse.

Weg am Meer

 

Nun bin ich schon über 30 Kilometer gefahren und sehe von Weitem immer noch “Mont Saint Michel“.

Mont Saint Michel

 

Da ist sie wieder, die Bimmelbahn. Ich bin in Saint Malo. Die Stadt gefällt mir gut, obwohl ich nur kurz durchgefahren bin.

Saint Malo

 

Am Strand von Saint Malo rammen sie gleich ganze Baumstämme mit Astansätzen in den Boden. Mit etwas Phantasie erkennt man sogar Fratzen.

Pfähle

 

Ein letzter Blick auf Saint Malo mit einem unbekannten Flugobjekt.

Drachen vor Saint Malo

 

Das sind Plätze, an denen ich stundenlang aufs Meer schauen könnte.

Pause

 

Bei diesem Anblick muss ich immer an eine Badewanne denken, bei der man den Stöpsel gezogen hat.

Ebbe

 

Der Campingplatz bietet mir einen entspannten Empfang mit Reggae Musik. Da muss ich natürlich ein Bier vor dem Zeltaufbau trinken.

Bus Bistro

 

24.05.2019

Kilometer 0 / Gesamt 1266

Saint-Jacut-de-la-Mer

Das Wetter ist gut und der Ort ist nett, das sind die besten Voraussetzungen für einen Pausentag.
Saint-Jacut-de-la-Mer liegt auf einer Halbinsel am Ärmelkanal. Zur Erkundung der Insel nehme ich einen Wanderweg genau an der Küste.

Saint-Jacut-de-la-Mer

 

25.05.2019

Kilometer 87 / Gesamt 1353

Saint-Jacut-de-la-Mer nach Binic

Die Routenplanung hat mir einen interessanten Weg vorgeschlagen. Der Weg führt von der Straße direkt rechts ins Dickicht. Also links oder rechts weiterfahren? Ich habe mich für rechts entschieden und darf 10 Minuten schieben.

Dickicht

 

Bei dem zweiten Weg soll ich direkt durch das Flussbett fahren. Da nun aber das Wasser zu hoch steht und die Geröllsteine recht groß sind, entscheide ich mich spontan für einen anderen Weg.

Flussbett

 

Es ist heute einer der anstrengendere Tage. Das Gebiet der Côtes-d’Armor ist sehr hügelig. Ich hatte einen ständigen Wechsel von Steigungen und Gefälle. Über den Tag hinweg bin ich auf 800 Höhenmeter gekommen, das zerrt an den Kräften. Die Landschaft ist mit den vielen Stränden wunderschön.

Côtes-d’Armor

 

Mein geplanter Campingplatz existiert nicht mehr und der nächste Campingplatz ist nochmal 3 Kilometer weiter entfernt. Im Nachhinein habe ich mit dem Panoramablick auf das Meer und dem Preis von nur 7,40 € mit dem neuen Platz viel Glück.
Etwas skurril war die Konversation mit der Dame an der Rezeption. Als sie erfuhr, dass ich aus Deutschland komme, sprach sie mit mir nur noch deutsch. Sie fragte mich, ob ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, das bejahte ich. Dann fragte sie mich noch, ob ich morgen nach Hause fahre, was mich schon etwas gewundert hat. Ich sagte daraufhin, dass ich noch nach Spanien mit dem Fahrrad fahre. Daraufhin sagte sie, das ist ja auch schön und wünschte mir noch einen schönen Abend. Ok, ich habe mit einer anderen Reaktion gerechnet.

Campingplatz

 

Abendstimmung am Leuchtturm von Binic.

Binic

 

26.05.2019

Kilometer 83 / Gesamt 1436

Binic nach Lannion

Es ist zwar bewölkt, aber wieder gibt es morgens ein ganz besonderes Licht.

Morgendämmerung

 

Zum ersten Mal komme ich an einem Artischockenfeld vorbei. Auf dem letzten französischen Markt, den ich besucht habe, wurden 3 Artischocken für 5 € verkauft, das ist deutlich günstiger als bei uns.

Artischockenfeld

 

Gleiches Spiel wie gestern. Die Fahrradnavigation führt mich “durch das Meer“. Glücklicherweise ist gerade Ebbe und ich komme problemlos zum anderen Ufer.

Weg durch das Meer

 

Bei dem Dorf Port-Blanc habe ich einen fantastischen Blick auf einen Teil der vorgelagerten Inselgruppe. Die Gegend ist sehr beeindruckend.

Inselgruppe bei Port-Blanc

 

27.05.2019

Kilometer 89 / Gesamt 1525

Lannion nach Brignogan-Plage

Ich dachte bis dahin, dass ich erst nach Südamerika fahren muss um im Regenwald das Mammutblatt zu sehen. Nichts da, findet man auch in der Bretagne.

Mammutblatt

 

Morlaix, eine normale Stadt, bis ich diese Brücke sehe. Natürlich bin ich neugierig geworden und habe bei Wikipedia nachgeschaut. Die Brücke wurde schon 1861 errichtet um die Bahnstrecke Paris-Brest fertigzustellen.

Eisenbahnviadukt

 

Ein Gute Nacht Bild.

Gute Nacht

 

28.05.2019

Kilometer 83 / Gesamt 1608

Brignogan-Plage nach Logonna-Daoulas

Auf den ersten Blick habe ich bei dem Kirchturm gleich an eine Rakete kurz vor dem Start gedacht. Na ja, beides hat etwas mit Himmel zu tun.

Kirchturm

 

In der Bretagne ist es sehr grün. Hier wird der ein oder andere Regentropfen fallen.

grüne Bretagne

 

Das ist der richtige Fahrradweg “Europa“.

Europa Fahrradweg

 

Ein kompaktes Bild von Brest. Links sieht man die Hubbrücke über den Fluss Penfeld. Im unteren Bereich ein Trockendock und im oberen Bereich eine Seilbahn, die ebenfalls den Fluss überquert.

Brest

 

Auf dem Rückweg vom Restaurant zum Campingplatz, habe ich noch ein stimmungsvolles Bild eingefangen.

Abendstimmung

 

29.05.2019

Kilometer 66 / Gesamt 1674

Logonna-Daoulas nach Quimper

Originelle Schneidekunst von Zypressen.

Zypressen

 

Ich bin in Quimper und mache hier einen Tag Pause.

Quimper

 

Solch eine herrschaftliche Zufahrt zu meinem Campingplatz hatte ich noch nicht. Der Campingplatz heißt “Castel L'Orangerie de Lanniron“ und hat alles was man so benötigt: Golfplatz, Schwimmlandschaft, Bar, Restaurant und einen Schlosspark.

Castel L'Orangerie de Lanniron

 

30.05.2019

Kilometer 0 / Gesamt 1674

Quimper

Quimper gefällt mir außerordentlich gut und sportlich geht es hier auch zu. Heute startet ein Triathlon, dass ist genau das Richtige für meinen Pausentag ;-)
Beim Schlendern durch die Stadt fällt mir die schöne Werbung an der Hausfassade für die Pâtisserie auf.

Pâtisserie

 

31.05.2019

Kilometer 91 / Gesamt 1765

Quimper nach Larmor-Plage

Das Rotkelchen probiert ein paar Positionen am Fahrrad aus.

Rotkelchen

 

Solche großen Rhododendren sieht man selten am Straßenrand.

Rhododendren

 

Ab heute reise ich nicht mehr alleine. Ein Freund fährt nun bis Bilbao mit.

zwei Fahrräder

 

Mit 23 Grad und Sonnenschein, fährt es sich deutlich entspannter.

Sonnenschein

 

Die Strände füllen sich langsam.

Strand

 

01.06..2019

Kilometer 93 / Gesamt 1858

Larmor-Plage nach Damgan

Es ist der letzte Tag in der Bretagne und ganz unverhofft liegen zwei Fährverbindungen auf dem Weg.

Fähre

 

Die Küste läßt sich nur ab und zu blicken.

Küste

 

Unsere zweite Fähre ist eher ein kleiner Fischkutter, aber sehr gemütlich.

Fähre

 

Der Andrang ist groß und bei unserer Fahrt mußten noch 9 Fahrräder mit.

Fähre

 

02.06..2019

Kilometer 90 / Gesamt 1948

Damgan nach Pornic

Eine Fahrradautobahn kurz vor der Loiremündung. Man sieht schon von Weitem die Brücke über die Loire.

Fahrradautobahn

 

Die Saint-Nazaire-Brücke überbrückt die Flussmündung der Loire und da muss ich rüber.

Saint-Nazaire-Brücke

 

Die heutige Endstation ist das Städtchen Pornic. Es ist zwar etwas bewölkt, aber die Stadt ist dennoch voll mit Leuten.

Pornic

 

03.06..2019

Kilometer 64 / Gesamt 2012

Pornic nach Saint Gilles Croix de Vie

Ich bin in der Region “Pays de la Loire“. Die zahlreichen Fischerhäuser sind sehr originell.

Fischerhaus auf Pfählen

 

Mit unzähligen Flüssen ist diese Gegend durchzogen.

Fluss

 

Den Bibern steht das Wasser bis zur Schnauze.

Biber

 

04.06.2019

Kilometer 78 / Gesamt 2090

Saint Gilles Croix de Vie nach La Tranche-sur-Mer

Die Hobby-Fischer bringen ihre Boote mit dem Trecker zu Wasser.

Hobby Fischer

 

Radfahren am Atlantik ist fantastisch.

Atlantik

 

Die Fahrradwege sind in einem hervorragenden Zustand.

Fahrradweg

 

Selbst die Beschilderung ist heute durchgehend und vorbildlich.

Beschilderung

 

05.06.2019

Kilometer 64 / Gesamt 2154

La Tranche-sur-Mer nach La Rochelle

Die Fahrt führt den ganzen Tag durch dünnbesiedeltes Gebiet.

Fahrradweg

 

Ein gut beflagtes Schiff im Niemandsland.

Schiff

 

Das heutige Ziel ist die Hafenstadt La Rochelle. Die Stadt gefällt mir außerordentlich gut. Es gibt eine schöne Altstadt, gemütliche Restaurants, viele Kneipen und einen großen Hafenbereich mit allerlei Unterhaltungsangeboten.

La Rochelle

 

06.06.2019

Kilometer 105 / Gesamt 2259

La Rochelle nach Les Mathes

Der Morgen startet mit einem herrlichen Weg genau am Strand.

Strandweg

 

Tunneldurchfahrt

Tunnelfahrt

 

Ich überquere die Flüssmündung der Seudre und habe einen wunderbaren Weitblick.

Seudre

 

Es gibt immer mehr Pinien auf der Strecke und der Duft ist fantastisch.

Pinien

 

Zieleinlauf kurz vor dem Campingplatz.

Leuchtturm

 

07.06.2019

Kilometer 25 / Gesamt 2284

Les Mathes nach Royan

Die Wettervorhersage sagt für heute einen Sturm mit der Windstärke von 10 bis 11 vorraus. Noch komme ich im Schutz der Dünen und des Waldes gut voran.

Dünenfahrt

 

Sobald ich freie Sicht auf das Meer habe, bläst es mich fast um.

Sturm am Atlantik

 

Stürmischer Atlantik.

Sturm

 

Eigentlich sollte es jetzt mit der Fähre von Royan nach Le Verdon gehen, aber der Fährverkehr ist aufgrund des Sturms eingestellt. Dann geht es eben morgen weiter.

Gironde

 

08.06.2019

Kilometer 55 / Gesamt 2339

Royan nach Hourtin Plage

Der Sturm ist vorbei, die Fähren fahren wieder und am Strand kann man entspannt auf das Meer schauen.

Strandbar

 

Schnurgerade Streckenabschnitte an der Küste.

Fahrradweg

 

09.06.2019

Kilometer 88 / Gesamt 2427

Hourtin Plage nach Arcachon

Radwege durch Pinienwälder bestimmen die Wegstrecke.

Fahrradweg durch Pinienwald

 

Fahrradweg

 

Bevor ich mit der Fähre von Cap Ferret nach Arcachon fahre, sehe ich schon die Dune du Pilat.

Dune du Pilat

 

Die Dune du Pilat ist die größte Wanderdüne Europas.

Dune du Pilat

 

Der Blick von der Düne über die Halbinsel Lège-Cap-Ferret mit dem dahinter liegenden Atlantik.

Dune du Pilat

 

Unser Campingplatz ist genau hinter der Düne.

Campingplatz bei der Dune du Pilat

 

10.06.2019

Kilometer 88 / Gesamt 2515

Arcachon nach Contis les Bains

Neuer Tag, ähnliches Bild. Die Fahrradwege durch die Pinienwälder.

Pinienwald

 

Kurz vor und nach den wenigen Orten erhöht sich der Fahrradverkehr deutlich.

Mimizan Plage

 

Mein Zielort “Contis les Bains“ ist ein kleiner, feiner Ferienort mit einem wunderbaren Strand.

Strand

 

11.06.2019

Kilometer 91 / Gesamt 2606

Contis les Bains nach Biarritz

Seit 4 Tagen geht es durch einsame Pinienwälder.

Pinienwald

 

Der Jakobsweg ist ganz nah.

Jakobsweg

 

Biarritz schmückt sich mit allerlei Auszeichnungen.

Biarritz

Von Amsterdam bis nach Bilbao.

Radreise von Holland über Belgien und Frankreich in das Baskenland.

Radtour im Jahr 2019 über 6 Wochen mit einer Länge von 2800 Kilometern.


Kurzbeschreibung:

Diesmal beginnt meine Reise in Amsterdam, der Hauptstadt der Niederlande. Nach kurzem Aufenthalt in der Stadt der Coffeeshops geht es direkt zur Nordseeküste. Wenige Tage später bin ich in Belgien und schaue mir die Stadt Brügge, mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern, an.

In Frankreich komme ich als Erstes durch Dünkirchen, das ist die nördlichste Stadt Frankreichs. Die Reise verläuft anschließend durch die Regionen Hauts de France, Normandie mit den Kreidefelsen Falaise d'Étretat, den Landungsstränden der Aliierten und der ehemalige Abtei der Bendiktiner Mont-Saint-Michel. Weiter geht es, mit einer hügeligen Landschaft, in der Bretagne. Die letzten beiden Regionen sind Pays de la Loire und Aquitaine, mit der größten Wanderdüne Europas bei Arcachon.

Auf den letzten 180 Kilometer, zu meinem Zielort Bilbao im Baskenland, fahre ich in den Pyrenäen noch einige Berge hoch, die beachtliche Steigungen bis zu 21% haben. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein schöner Höhepunkt und ein toller Abschluss der Reise.


Streckenverlauf

Tourverlauf 2019 - Holland Belgien Frankreich BaskenlandLeaflet | ©Komoot | Map data ©OpenStreetMap Mitwirkende


Fotostrecke

Radtour durch Europas Westen: Abwechslungsreiche Küstentour

Reiseblog

Die Reiseberichte sind pro Land gegliedert. Jeden Tag habe ich einige Fotos und eine kurze Beschreibung hinzugefügt.

Holland

Belgien

Frankreich

Baskenland

Publiziert inFahrradtouren