Reiseblog

Direkter Einstieg zu den Tagesberichten.

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18.05.2024

Kilometer 0 / Gesamt 283

Mit der Fähre von Ancona nach Patras

Zweiter Versuch. Die Fähre nach Patras kommt gerade an, also prinzipiell fährt das Schiff.

Fähre

 

Rückwärts Einparken kann auch spannend sein.

Fähre

 

Besonders, wenn die Rampen herunterfahren.

Fähre

 

Das Schiffspersonal freut sich auf die Fahrt und möchte unbedingt ein Bild, damit kann ich dienen.

Personal

 

Es geht tatsächlich los. Im Vordergrund sieht man den stillgelegten Pool vom Schiff. Schöner ist dann doch die Skyline von Ancona.

Hafen

 

19.05.2024

Kilometer 6 / Gesamt 289

Mit der Fähre von Ancona nach Patras

Mein Fahrrad ist in dem Gepäckraumkäfig gut aufgehoben. Während der Fahrt ist der gesamte Fahrzeugbereich abgesperrt, also darf ich nichts vergessen.

Fahrradabstellbereich

 

Da ich durch die Umbuchung keine Schlafkabine mehr bekommen habe, suche ich mir einen ruhigen Platz für einen kurzen Schlaf. Die ISO-Matte habe ich natürlich in der Packtasche vergessen, so muss der Teppichboden genügen. Härter geht immer :-)

Die Fahrt dauert knapp 24 Stunden, wobei es einen Aufenthalt in Igoumenitsa gibt. Hier fahren wir gerade in den Hafen von Igoumenitsa ein.

Igoumenitsa

 

Es ist schön, wenn man dem Ent- und Beladen vom Schiff aus entspannt zuschauen kann.

Hafen

 

Igoumenitsa liegt im äußersten Nordwesten von Griechenland nahe der Grenze zu Albanien und wenn alles nach Plan verläuft, dann bin ich in knapp 4 Wochen mit dem Fahrrad wieder hier.

Griechenland

 

Das Anlegemanöver in Patras schauen sich viele Passagiere an.

Anlegemanöver

 

Als ich ein Bild vom Hafengebiet mache, sehe ich plötzlich das Schild vom Pratiker-Baumarkt. Na ja, Baumärkte kann eben jeder gebrauchen.

Baumarkt

 

Es ist mein erster Abend in Griechenland und da gönne ich mir einen Ouzo, Prost.

Ouzo

 

20.05.2024

Kilometer 74 / Gesamt 357 / 510 hm

Patras nach Arkata

Ich starte den Tag durch eine kleine Parkanlage.

Parkanlage

 

Eingerahmt und immer nah am Meer.

Rahmen

 

Egal welche Straßen ich nehme, Meerblick ist garantiert.

Meerblick

 

Einfach hinsetzen und genießen.

Meerblick

 

Wenn ich jede Bank mitnehmen würde, dann komme ich einfach nicht weiter. Es gibt immer wieder schöne Cafés und Bars, die es mir noch schwerer machen keine Pause einzulegen, aber Radfahren ist ja das Motto.

Bank

 

Der rote Stab weist auf eine Gefahrenstelle hin, eigentlich müssten hier 20 rote Stäbe stehen :-)

Gefahr

 

Sobald man etwas landeinwärts fährt, gibt es eine schöne Bergkulisse. Glücklicherweise bleibe ich in Küstennähe.

Bergkulisse

 

Ursprünglich wollte ich die Vouraikos-Schlucht mit der Schmalspurbahn "Odontotos" durchqueren. Es soll eine der schönsten Landschaften Europas sein. Die 22 Kilometer lange Fahrt dauert etwa 1 Stunde. Zurück wollte ich die Strecke zu Fuß gehen.

Durch die Verzögerungen bei der Fährfahrt bin ich zwei Tage hinter meiner Planung und meine verbleibenden Pausentage brauche ich bestimmt noch zur Erholung, deshalb fahre ich nur ein kleines Stück Richtung Schlucht und genieße die "Einfahrt".

Vouraikos-Schlucht

 

Von den kleinen, verträumten Orten bin ich begeistert. Kein Rummel oder touristische Highlights, einfach nur schön.

Ort am Meer

 

Heute passt beim Campingplatz alles. Ich habe den letzten, freien Platz für 10 € bekommen und es gibt ein Restaurant.

Campingplatz

 

21.05.2024

Kilometer 92 / Gesamt 449 / 490 hm

Akrata nach Isthmia

Dem Meer so nah.

Text

 

Bevor die Autobahn gebaut wurde, ist der ganze Verkehr an der Küstenstraße entlang verlaufen, heute zum Glück nicht mehr.

Küstenstraße

 

Ähnliches Bild wie gestern, nur mit einer Variation der Bänke.

Meerblick

 

Meer, Strand, Straße, viele Bilder sind ähnlich, aber doppelt hält besser.

Strandstraße

 

Eine Abwechslung ist die kurze Fahrt durch einen Stadtwald.

Stadtwald

 

Die Kirchenarchitektur der griechisch-orthodoxen Kirche ist so ganz anders. Erst habe ich an eine Moschee gedacht.

Kirche

 

Eine Runde schwimmen wäre jetzt auch nicht schlecht, aber dafür sind es einfach noch zu viele Kilometer. Übrigens bin ich von der Zeit wieder im Plan und schwimmen kann ich am Pausentag genug.

Meerblick

 

Ich stelle mein Fahrrad für ein Foto ab und höre hinter mir plötzlich lautes Hundegebell. Ich drehe mich um und es kommen zwei Hunde knurrend und bellend angelaufen. Dann sehe ich links nochmal drei Hunde. Also bei 5 bellenden Hunden wird mir etwas mulmig.

Ich wende meine Beruhigungstaktik an, die letztes Jahr in Spanien gut funktioniert hat. Also rede ich auf den Hund, der zwei Meter vor mir stehen bleibt, ein. Wahrscheinlich ist das der Anführer, die anderen Hunde kamen mir nicht so nah. Also rede und rede ich, das zeigt offenbar Wirkung, denn nach kurzer Zeit dreht er sich um und trottet wieder zu seinem Platz unter einem Baum. Die anderen Hunde haben sich in der Zwischenzeit alle hingesetzt und zeigen kein Interesse mehr an mir.

Ich schiebe langsam das Fahrrad weiter und mit genügend Abstand radele ich weiter. Wer etwas schreckhaft ist, der sollte diesen Weg vielleicht nicht nehmen.

Hunde

 

Warum fahre ich hier eigentlich lang? Ich will mir den Kanal von Korinth anschauen, der 1893 fertiggestellt wurde. Er ist 6 Kilometer lang und hat bis zu 80 Meter hohe Klippen. Etwas Hundegebell hält mich jedenfalls nicht davon ab.

Kanal von Korinth

 

Kanal von Korinth

 

Kurz vor meinem Ziel kommen noch zwei Hindernisse. Die bewegliche Brücke über den Kanal von Korinth ist geschlossen. Da komme ich nicht rüber. Umweg von ca. 5 Kilometern.

Hunde

 

Der Campingplatz ist geschlossen. Umweg von ca. 6 Kilometern.

Campingplatz

 

Es soll also so sein. Ich buche mir in der Nähe ein Hotelzimmer. Ok, es gibt schlechtere Ausweichlösungen :-)

Hotel

 

22.05.2024

Kilometer 91 / Gesamt 540 / 840 hm

Isthmia nach Athen

Das tägliche "Dem Meer so nah" Bild.

Meer

 

Die richtig, anstrengende Berge hatte ich bis jetzt zum Glück noch nicht, dennoch muss ich mich an die 30 Grad erst gewöhnen.

Straße

 

Verschlungene Küstenstraße.

Küstenstraße

 

Wenn ich zwischendurch eine Trinkpause mache, dann kann ich auch gleich ein Bild machen.

Küste

 

Leider ist die Bahnlinie stillgelegt. Aus so einer tollen Panoramastrecke könnte man doch einen Radweg machen.

Bahnlinie

 

Ich fahre auf dem EuroVelo 8 Richtung Athen und der führt mich zur ersten Fähre. Die Überfahrt kostet 70 Cent und bringt mich zur Insel Salamis.

Text

 

Es ist nur eine kurze Radfahrt auf der Insel.

Salamis

 

Salamis

 

Schon folgt die zweite Fähre. Diesmal muss ich 1,20 € bezahlen.

Fähre

 

Die Fährfahrt endet in Perama und das Stadtbild ist ziemlich beige.

Perama

 

Es ist kaum zu glauben, aber als ich zum Campingplatz komme ist alles zu. Während ich nach Hotels suche, kommt eine Frau vom Campingplatz an das Tor und sagt mir, dass sie ausgebucht sind.

Entweder ich habe etwas an den Augen oder sie will kein Geschäft machen. Alles, was ich hinter dem Tor sehe, ist frei. Ok, ich suche weiter nach Hotels.

Camping

 

Es ist Mittwoch 23 Uhr und hier tobt das Leben.

Athen

 

23.05.2024

Kilometer 0 / Gesamt 540

Pausentag in Athen

Mein heutiges Ziel ist die Erkundung der Akropolis und da sollte man nicht zu spät losgehen.

Alropolis

 

Von Weitem sieht man schon einen Teil der Festung, die auf einem Felsen erbaut und später ein Tempelbezirk wurde.

Akropolis

 

Bevor es losgehen kann, steht man am Ticketschalter an und dort wird einem mitgeteilt, wann man hinein darf. Ich hatte mein Ticket um 9:30 Uhr und durfte 3 Stunden später rein.

Ticketschalter

 

In den 3 Stunden spaziere ich noch etwas in Athen herum und siehe da, zwei Polizisten auf Fahrrädern. Ich finde es deshalb bemerkenswert, weil Athen überhaupt nicht an Radfahrer denkt. Es gibt keine Radwege und viele Autos und Busse fahren so knapp an einem vorbei, dass das schon gruselig ist.

Polizisten

 

Ein Blick auf das Olympieion (Tempel des Olympischen Zeus) mit ein paar Säulen-Ruinen.

Olympieion

 

3 Stunden sind um und ich darf, mit ein paar auserwählten Leuten, rein ;-)

Eintritt

 

Das antike Theater "Odeon des Herodes Atticus" kann ich gut vom Hügel aus sehen. Es fasst 5000 Zuschauer. Aktuell wird gerade etwas aufgebaut.

Theater

 

Das Bühnenbild beinhaltet ein großes Kreuz und eine überdimensionierte Jesus Statue. Die 7 Arbeiter wissen noch nicht so recht, wie es weitergehen soll.

Jesus

 

Man bezeichnet die gesamten Gebäude auf dem Berg als "Athener Akropolis". Den Parthenon, Tempel für die Stadtgöttin Pallas Athena Parthenos, finde ich besonders bemerkenswert.

Parthenon

 

Parthenon

 

Säulen über Säulen, wohin man schaut.

Säulen

 

Säulen

 

Zeit für ein Selfie.

Selfie

 

Athen ist die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt des Landes. Ein riesiger Ballungsraum, bei dem man keine Grenzen sieht.

Athen

 

Athen

 

Wahrscheinlich gibt es für jedes Gebäude ein dickes Buch mit Hintergrundinformationen. Das könnte man im Vorfeld lesen oder man bucht sich einen Touristenführer oder man macht nur ein Foto und freut sich.

Foto

 

Zum Schluss kommt noch der zahnlose Tiger. Das ist der Beweis, dass der Zahn der Zeit auch an einer Marmorstatue nagt.

Statue

 

24.05.2024

Kilometer 52 / Gesamt 592 / 470 hm

Athen nach Epidavros

Großstädte passen in der Regel nicht so gut zu einer Radtour, deshalb war für mich ein Tag in Athen vollkommen ausreichend.

Von meinem Hotel zum Hafen nach Piräus sind es 12 km. Normalerweise ist das überhaupt kein Problem, wenn man nicht ständig aufpassen muss, dass man nicht umgefahren wird.

Im Hafen von Piräus geht es ziemlich hektisch zu und die passende Fähre zu finden ist gar nicht so einfach. Ich fahre mit "Flying Cat 5".

Hafen

 

In Poros angekommen, geht es glücklicherweise sehr beschaulich weiter. Ich muss nur noch eine kurze Fahrt auf der Fähre nach Galatas nehmen und schon kann ich wieder entspannt radeln.

Fähre

 

So richtig eingeradelt bin ich noch nicht wieder. Es läuft etwas zäh.

Straße

 

Trinkpause.

Pause

 

Wenn nur Zeichen aus dem griechischen Alphabet auftauchen, wird es schwer für mich. Normalerweise sind auch die lateinischen Zeichen angeschrieben, aber ich fahre nach Navi und da gibt es einen Strich, dem ich folgen muss und das schaffe ich unabhängig vom Alphabet.

Alpabet

 

Bisher habe ich nur Schilder mit 10 % Steigung/Gefälle gesehen. Solche Steigungen sind noch angenehm zu fahren.

Schild

 

Oleanderbüsche als Bepflanzung an der Fahrbahn sieht einfach klasse aus.

Oleander

 

Ich habe es geahnt, es wird die nächsten Tage bergig.

Berge

 

Die Peloponnes begrüßt mich ganz offiziell.

Peloponnes

 

Mein Zielort liegt in einer kleinen Bucht und ich bin gespannt, ob der Campingplatz geöffnet ist.

Zielort

 

JAAA, der Campingplatz hat geöffnet und es gibt noch viele freie Plätze und das Beste ist, dass ich mein Zelt unter Zitronenbäumen aufbaue.

Camping

 

Camping

 

25.05.2024

Kilometer 44 / Gesamt 636 / 510 hm

Epidavros nach Drepanon

Den ersten Cappuccino gibt es am kleinen Hafen von Epidavros. Bei so einer idyllischen Stimmung müsste ich überhaupt nicht losfahren.

Morgen

 

Es wechseln sich heute die breiten Straßen mit den Schotterwegen ab. Der Verkehr ist auf beiden Wegen gering.

Straße

 

Weg

 

Da mache ich nun extra einen Umweg, um mir die antike Kultstätte Epidauros anzuschauen und merke, dass ich genug Ruinen gesehen habe. Also, ein Bild und weiter.

Ruinen

 

Das sehe ich auch nicht so häufig, eine Kirche im Niemandsland.

Kirche

 

Solche Wege sind mir, seit der letzten Hundeüberraschung am Kanal von Korinth, etwas suspekt. Glücklicherweise gab es keine tierischen Überraschungen.

Weg

 

26.05.2024

Kilometer 0 / Gesamt 636

Drepanon

Pausen- und Waschtag.

Pause

 

27.05.2024

Kilometer 52 / Gesamt 688 / 330 hm

Drepanon nach Paralio Astros

Der Tag beginnt mit einer Fahrt durch Orangenplantagen.

Orangenplantage

 

Etwas zur Entspannung benötige ich derzeit nicht, ansonsten könnte ich mich bei dem Laden mit Cannabis eindecken ;-)

Cannabis

 

Ich komme durch die Stadt Nafplio und durch die vielen Gassen zu schlendern macht schon Spaß. Ich kann mich bei den vielen Cafés gar nicht entscheiden, wo ich den nächsten Cappuccino trinken werde.

Nafplio

 

Es gibt drei Festungen in Nafplio. Mir reicht ein Bild der Bourtzi-Festung, die auf einer kleinen Insel vor der Hafeneinfahrt liegt. Die Festung wird auch als „Henkersinsel“ genannt, da sie ehemals Wohnstätte des Henkers und Gefängnis der Delinquenten war.

Festung

 

Beach-Biking ist eine schöne Abwechslung.

Beach

 

Die Küstenstraße schlängelt sich auf und ab.

Küstenstraße

 

Mein Ziel ist die kleine Hafenstadt Paralio Astros. Viele Touristen sind noch nicht zu sehen.

Astros

 

28.05.2024

Kilometer 40 / Gesamt 728 / 1130 hm

Paralio Astros nach Agios Petros

Zufällig schaue ich mir neben der Kirche die Beleuchtung an und hier scheint bald Weihnachten zu sein :-)

Kirche

 

Ich kann nicht die ganze Küste der Peloponnes abfahren, das würde zu lange dauern, deshalb biege ich bei Astros landeinwärts ab und komme in das Parnon-Gebirge.

Bergfahrt

 

Irgendwie muss ich also die Berglandschaft überwinden.

Berge

 

Zwischendurch mache ich natürlich Trink- und Fotopausen.

Parnon Gebirge

 

Parnon Gebirge

 

In einem kleinen Örtchen in den Bergen sehe ich diese Bilderbuchkirche.

Kirche

 

Es ist alles so ruhig und entspannt hier, das passt zur Aussicht.

Aussicht

 

Wow, ich bin schon auf Wolkenhöhe :-)

Wolken

 

Es geht zwar immer noch leicht hoch, aber ich habe so etwas wie eine Hochebene erreicht.

Hochebene

 

Mein höchster Punkt ist 910 m und der höchste Berg im Parnon Gebirge ist 1940 m. Mir hat es heute gereicht. Da zeigt es sich wieder, dass nicht die Kilometer bei einer Tagesetappe ausschlaggebend sind, sondern die Höhenmeter.

Tagesetappe

 

Berge

 

29.05.2024

Kilometer 52 / Gesamt 780 / 590 hm

Agios Petros nach Sparta

Gleich nach dem Frühstück geht es die nächsten 4 Kilometer 260 Höhenmeter bergauf. Wieso soll ich auch langsam anfangen, wobei ich mit 6 km/h ja langsam bin.

Bergetappe

 

Zwischendurch sehe ich "Zwerge" ;-)

Zwerge

 

Ich bin am höchsten Punkt mit 1160 Meter angekommen und was gibt es hier? Einen Wanderweg.

Bergkuppe

 

Diese Kakteen habe ich noch nie blühend gesehen. Das ist ein schöner Farbtupfer in der Landschaft.

Kakteen

 

Heute ist der Tag der Abfahrt.

Abfahrt

 

Das ist einmalig: Kuriose Bäume mit bis zu 3 Meter Durchmesser und innen hohl.

Baum

 

Baum

 

Baum

 

Was mich an einigen Bergdörfern fasziniert, ist die Dichte der Restaurants und Cafés. In dem kleinen Ort Karyes habe ich 4 Cafés gezählt.

Cafés

 

In Karyes gibt es zudem eine Sehenswürdigkeit, das "Karyatides Monument". Die tragenden Elemente sind Frauenstatuen. Ein ähnliches Monument steht auch auf der Akropolis in Athen.

Karyatides Monument

 

Auf nach Sparti (Sparta).

Sparti

 

Es zeichnet sich ein Wetterumschwung ab.

Wetter

 

Ich bin in Sparta, und die Statue von Leonidas, dem König vom Staat Sparta, ist das letzte Bild im Trocknen.

Sparti

 

5 Kilometer vor dem Campingplatz geht es mit dem Gewitter los. Zwei Anläufe trocken anzukommen sind gescheitert.

Regen

 

Während der langen Wartezeit habe ich mir überlegt, doch ein Hotelzimmer zu buchen. Meine Sachen sind feucht und so langsam wird mir auch kalt.

Wartezeit

 

30.05.2024

Kilometer 58 / Gesamt 838 / 1370 hm

Sparta nach Kalamata

Wenn man im Süden der Peloponnes von Ost nach West fahren will und meine Strecke wählt, dann muss man zwei Gebirgszüge überqueren. Durch das Parnon Gebirge bin ich vor zwei Tagen gefahren. Heute muss ich über das Taygetos Gebirge.

Taygetos Gebirge

 

Das Höhenprofil der heutigen Strecke sieht wie ein Geodreieck aus. Knapp 30 km hoch und 30 km wieder runter.

Geodreieck

 

Die Straße schlängelt sich den Berg hoch und ich folge der Straße.

Bergauf

 

Wie eine Go-Kart Bahn, nur in einer cooleren Umgebung.

Go Kart

 

Höher und höher. Der höchste Berg in diesem Gebirge ist 2407 m.

Höher

 

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Hier wurde die Straße überdacht ;-)

Überdachung

 

Überdachung

 

Weiter geht es. Die ersten 1,5 Liter Wasser hat mein Körper schon ausgeschwitzt.

Straße

 

Kurze Zeit später gibt es noch eine "Straßenüberdachung". Mit etwas Fantasie könnte man einen Elefantenkopf erkennen.

Überdachung

 

Mein höchster Punkt ist 1430 m und das scheint hier zu sein.

Gipfel

 

Jetzt geht es nur noch abwärts. Die ersten Kilometer leider auf groben Schotterwegen.

Abwärts

 

Abwärts

 

Weg

 

Zum Schluss kann ich das Rad rollen lassen und sehe mein Ziel, die Stadt Kalamata.

Kalamata

 

31.05.2024

Kilometer 54 / Gesamt 892 / 630 hm

Kalamata nach Gialova

Wenn ich schon in Kalamata einen Radweg erwische, dann wird er verewigt.

Radweg

 

Die Tagesstrecke bietet wenig Abwechslung. Morgens geht es noch ein Stück am Fluss entlang.

Flussfahrt

 

Es folgt ein Wegstück im Industriegebiet und danach geht es nur noch Richtung Westen an der viel befahrenen Straße entlang.

Industriegebiet

 

Bei uns würden wir Hofladen sagen, vielleicht heißen die Straßenläden in Griechenland auch so, aber es gibt einen Unterschied und der ist orange 🍊

Orangen

 

Ich nähere mich der westlichen Küste der Peloponnes.

Einfahrt

 

Die Einfahrt.

Aussicht

 

Die Aussicht.

Ausblick

 

Seit kurzem gibt es keine geschlossenen Campingplätze mehr, das freut meinen Geldbeutel und mich auch.

Campingplatz

 

Alles, was ich beim Camping spare, kann ich anderweitig investieren, z.B. in Wein ;-)

 

01.06.2024

Kilometer 0 / Gesamt 892

Gialova

Ich bin einen Tag vor meiner Planung und nutze die Zeit für eine Pause.

Pause

 

02.06.2024

Kilometer 73 / Gesamt 965 / 460 hm

Gialova nach Giannitsochóri

Auf dem Weg zur Ochsenbauchbucht (Voidokilia).

Ochsenbauchbucht

 

Die Ochsenbauchbucht soll eine der schönsten Badebuchten auf der Peloponnes sein. Sie ist kreisrund und hat nur einen schmalen Zugang zum Mittelmeer, aber heute habe ich nicht meinen Strandtag, also weiter.

Ochsenbauchbucht

 

Ochsenbauchbucht

 

Weiter geht es meistens zwischen Olivenbäumen entlang ...

Feldweg

 

... oder eben an den Straßen.

Straße

 

Das scheint hier eine Melonengegend zu sein.

Melonen

 

Das sind die Meerblick-Melonen, kosten etwas mehr :-)

Melonen

 

Die Stadt Filiatra hat eine besondere Verbindung zu Paris.

Filiatra

 

Eine Kuriosität nach der anderen. Ein paar Kilometer weiter wurde ein Schloss gebaut. Der Zugang, ganz untypisch, erfolgt über einen Feldweg.

Schloss

 

Es gab auch "normale" Gebäude.

Kirche

 

Ein toller, einsamer Strandweg.

Strandweg

 

Auf einem Feldweg begann der Tag und so endet er auch.

Strandweg

 

03.06.2024

Kilometer 43 / Gesamt 1008 / 460 hm

Giannitsochóri nach Olympia

Bei meinem ersten Café wunder ich mich über die vielen Schwalben. Dann sehe ich beim gegenüberliegenden Haus bestimmt hundert Schwalbennester. Also da ist richtig was los.

Schwalben

 

Was für ein ruhiger Platz an einem Montagmorgen.

Strand

 

Aktuell umfahre ich noch die Hügel.

Straße

 

Da ich nun einen Abstecher landeinwärts mache, muss ich auch über den ein oder anderen Hügel. Die Sonne ist heute heftig. Ich habe 32 Grad.

Hügel

 

Zwischendurch habe ich einen schönen Blick auf die Ebene und natürlich war wieder ein Hund hinter mir, der glücklicherweise nur neugierig geschaut hat.

Ausblick

 

Bei diesen Wegen bin ich bergab genauso schnell wie bergauf.

Schotterweg

 

Mein Ziel ist die Stadt Olympia.

Olympia

 

Natürlich schaue ich mir noch den Austragungsort der Olympischen Spiele der Antike an und man glaubt es kaum, aber es gibt eine 2800 Jahre alte olympische Geschichte.

Olympia

 

Wenn man das Gelände betritt, dann sieht man erstmal viele Steine.

Olympia

 

Der Eingang zum Stadium.

Eingang

 

Das Stadium sieht recht unspektakulär aus. Die Hänge des Stadiums besaßen keine Sitzplätze und boten Platz für ca. 45.000 Zuschauer.

Stadium

 

Der rechteckige Säulenplatz war ein Übungsgelände für Ringen, Faustkampf und Weitsprung.

Übungsgelände

 

Sehr interessant ist auch das Philippeion. Die Teilrekonstruktion wurde vom deutschen archäologischen Institut durchgeführt und schloss einige Architekturteile ein, die vom Berliner Pergamon Museum nach Griechenland zurückgegeben wurde. Hier passt es auch besser hin.

Philippeion

 

Darauf habe ich mich besonders gefreut. Der Tempel der Hera, hier wurde das olympische Feuer als Symbol der Hoffnung, für die olympischen Spiele in Paris, entzündet.

Tempel der Hera

 

Und weil das Philippeion und der Tempel der Hera genau nebeneinander liegen, kommt das Abschlussbild von beiden Stätten zusammen.

Abschlussbild

 

04.06.2024

Kilometer 64 / Gesamt 1072 / 350 hm

Olympia nach Glífa

Auf der Nebenstraße geht es noch ruhig zu.

Nebenstraße

 

Aufgrund fehlender Alternativen verläuft der größte Teil der Strecke an der Schnellstraße entlang. Manchmal mit viel Platz und manchmal mit so wenig Platz, dass die LKWs nicht an mir vorbeikommen und ihren Unmut durch Hupen bemerkbar machen, als ob ich dadurch schneller fahre.

Schnellstraße

 

Ich bin nach wie vor ein Fan von der Idee, die stillgelegte Bahnlinie zu einem Fahrradweg umzubauen.

Schienen

 

Die Melonen sehen fast wie Fußbälle auf einem Sportplatz aus oder die Hitze tut mir nicht gut und ich fantasiere schon :-)

Melonen

 

Eine wunderbare Oleanderhecke am Straßenrand, einfach so.

Oleander

 

Damit habe ich überhaupt nicht mehr gerechnet. Ich fahre durch eine Dünenlandschaft mit Pinien.

Dünen

 

Dünen

 

Kurz vor dem Ziel biege ich Richtung Meer ab und freue mich auf die Dusche.

Ziel

 

05.06.2024

Kilometer 20 / Gesamt 1092 / 190 hm

Glifa nach Poros auf der Insel Kefalonia

Es ist mein letzter Tag auf der Halbinsel Peloponnes und da bekomme ich auf meinem Weg zum Hafen nach Kyllini noch die Burg Chlemoutsi zu sehen. Chlemoutsi ist eine der größten und am besten erhaltenen Burgen in Griechenland, die ich mir aber nicht näher anschaue.

Burg Chlemoutsi

 

Auf meinem Weg Richtung Norden fahre ich nicht an der Festlandsküste entlang, sondern über die Insel Kefalonia. Die Fähre kommt schon um die Ecke.

Strecke

 

Bitte einmal rückwärts einparken.

Fähre

 

Das Ziel, bei der 1,5-stündigen Fährfahrt, ist der Ort Poros.

Kefalonia

 

Klappenöffnung schon vor dem Anlegen.

Fähre

 

Ein Basketball- und Volleyballplatz genau am Meer, was will man mehr.

Sportplätze

 

In so einem netten Örtchen, kann man den Abend sehr schön ausklingen lassen.

Poros

 

06.06.2024

Kilometer 26 / Gesamt 1118 / 560 hm

Poros auf der Insel Kefalonia nach Sami

Heute ist nur ein halber Fahrradtag. Für die zweite Tageshälfte kommt die Waschmaschine zum Einsatz. Wie so häufig muss ich erst über den Berg.

Berg

 

Berg

 

13 Kilometer hoch und 13 Kilometer runter, schon bin ich in Sami. Meine höchste Stelle ist 490 Meter, genau hier am Scheitelpunkt.

Berg

 

Eine schöne Abkühlung gibt es bei der Abfahrt.

Abfahrt

 

Sami ist eine kleine Hafenstadt mit einer Fährverbindung zum Festland und deshalb bin ich hier. Morgen früh nehme ich die erste Fähre nach Astakos.

Sami

 

07.06.2024

Kilometer 32 / Gesamt 1152 / 350 hm

Sami nach Mytikas

Ich würde hier auf Anhieb auf einen Blumenladen tippen, aber nein, es ist ein Restaurant und in der Mitte ist die Speisekarte.

Restaurant

 

Die Fähre nach Astakos fährt gerade ein.

Fähre

 

Viele, viele Inseln vor Astakos.

Inselgruppe

 

Vom Hafen aus geht es fast auf Meerwasserhöhe weiter.

Astakos

 

Ein letzter Blick auf Astakos, man sieht noch die Fähre im Hafen.

Astakos

 

Die Fähre überholt mich gerade.

Küste

 

Super, ein Schild vom EuroVelo 8. Die Fahrradroute verläuft entlang des Mittelmeers, ist 7.350 km lang, geht durch 10 Länder und endet in Cadiz. Vielleicht ist das ja mal eine Route für irgendjemanden.

Eurovelo 8

 

Es ist etwas heiß gerade, aber ich habe einen schönen Küstenabschnitt.

Küste

 

Küste

 

Inklusiv verträumter Badebuchten.

Badebucht

 

Die Ziegen spazieren entweder mitten auf der Fahrbahn oder ...

Ziege

 

... ganz korrekt in Reih und Glied am Straßenrand.

Ziege

 

Wow, eine griechische Hallig ;-)

Insel

 

Einfach eine tolle Küste.

Ziege

 

Kurz vor dem Campingplatz kann ich das Rad einfach rollen lassen.

Camping

 

Am Abend schlendere ich noch etwas durch das ursprüngliche Mytikas, schau einfach mal nach links und mache ein Foto.

Mytikas

 

08.06.2024

Kilometer 74 / Gesamt 1226 / 530 hm

Mytikas nach Kastrosikia

Genauso ursprünglich wie der Ort Mytikas ist, ist auch die Straße, über die ich den Ort verlasse.

Mytikas

 

Eine Fahrt ins Blaue.

Text

 

Die Küste ist grandios. Überall sehe ich wunderschöne Buchten.

Küste

 

Küste

 

Küste

 

Heute wird es, laut Wettervorhersage, 35 Grad und glücklicherweise habe ich wenig Berge, dennoch sind die ersten 3 Liter Flüssigkeit schon nachmittags aufgebraucht.

Wetter

 

Der EuroVelo 8 Radweg begleitet mich stetig.

Text

 

Ich nähere mich dem Aktio-Preveza-Unterwassertunnel und fahre zeitweise parallel zur Autobahn.

Text

 

Jetzt wird es spannend. Als Radfahrer darf ich nicht durch den Unterwasser-Straßentunnel fahren. Zum Glück hört die Autobahn am Kreisel auf und ich kann bis zur Mautstation fahren. An der Mautstation frage ich nach dem Shuttleservice, den es geben soll und tatsächlich sagt mir der Mitarbeiter, dass er Bescheid gibt.

Tunnel

 

Ok, zwischen Bescheid geben und der tatsächlichen Fahrt durch den Tunnel vergeht 1 Stunde, aber die Fahrt ist kostenlos und ich kann mein Rad mit montierten Packtaschen einfach in den Transporter schieben.

Transport

 

Nach der ganzen Aktion mit dem Shuttleservice, werde ich kurze Zeit später mit diesem schönen Küstenbereich belohnt.

Strandabschnitt

 

Strand

 

Heute kann ich mein Zelt wieder genau hinter dem Strand aufbauen.

Text

 

Ungewöhnlich, aber für alle ohne Smartphone gibt es am Strand eine Alternative, Bücher :-)

Buch

 

Soweit ich mich erinnern kann, habe ich bisher noch kein Sonnenuntergangsbild im Reiseblog, voilà.

Sonnenuntergang

 

09.06.2024

Kilometer 0 / Gesamt 1226

Kastrosikia

Pausentag

Pause

 

10.06.2024

Kilometer 70 / Gesamt 1296 / 780 hm

Kastrosikia nach Igoumenitsa

Meine ersten 15 Kilometer könnte man als Strandstrecke bezeichnen.

Strand

 

Strand

 

Zwischendurch sogar mit griechischer Fahne, damit man auch weiß, wo man ist ;-)

Strand

 

Das Ende meiner Strandstrecke bilden die Strände von Vrachos und Paralia. Hier gibt es alles, was Touristen benötigen. Restaurants, Cafés und Bars in Hülle und Fülle.

Strand

 

Selbst an einem so originellen Platz kann man seinen Café trinken. Als der Besitzer merkt, dass ich sein Stillleben fotografiere, bedankt er sich, das finde ich wieder super nett.

Strandblick

 

Nun gut, jetzt geht es landeinwärts und wie so häufig, ist es dann mit der Gemütlichkeit vorbei. Es geht hoch.

Bergfahrt

 

Anstieg

 

Der Ausblick erinnert mich an die Stadt Nazaré in Portugal. Hier fehlen nur die Monsterwellen.

Nazare

 

Ich bin oben angekommen und es geht weiter nach Igoumenitsa.

Straßenschild

 

Die Ebene, mit dem Fluss Acheron, ist grün und fruchtbar. Ich habe sogar Maisfelder gesehen.

Ebene

 

Das hatte ich schon lange nicht mehr. Der Weg endet an einer Geröllsteigung. Für mich ist der "Weg" mit dem Rad unpassierbar, also zurück.

Sackgasse

 

Nach der ersten Feldweg-Sackgasse bin ich heute bei Feldwegen skeptisch. Der zweite Weg hat aber nur eine kleine Wasserstelle, kein Problem, also weiter.

Feldweg

 

Den ganzen Tag sehe ich Ameisen, Brummer, Bienen, Schmetterlinge und auch Heuschrecken und solch ein Exemplar kommt mir im passenden Moment vor die Linse. Da es mehr als 28.000 Arten an Heuschrecken gibt, bleibt die Spezifizierung lieber aus.

Heuschrecke

 

Das ist immer ärgerlich, wenn eine alte Straße keinen Zugang zur neuen Straße hat, also erst die Packtaschen und dann das Fahrrad rüber heben und weiter geht es.

Straße

 

11.06.2024

Kilometer 0 / Gesamt 1296

Igoumenitsa

Durch eine andere Streckenführung bin ich etwas eher in Igoumenitsa und kann den Tag gleich zum Wäschewaschen nutzen. Es ist alles etwas eng hier, aber die Leine reicht für meine Siebensachen.

Siebensachen

 

Es ist mein letzter Tag in Griechenland. Morgen geht es im Albanien-Blog weiter.

Pause

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